Ist es möglich, dass die Festplatte …

Der Webbrowser meldet beim Starten seit einiger Zeit immer wieder einmal, dass er ein File nicht lesen kann. Ansonsten macht sich die gealterte Festplatte (21500 Betriebsstunden) nicht bemerkbar.

Der letzte S.M.A.R.T.-Test liegt allerdings schon wieder 2000 Stunden zurück und so ist es an der Zeit einen neuen Test durchzuführen: smartctl -t long /dev/sda. Dieser endet mit der Meldung:
Num Test_Description Status Remaining LifeTime(hours) LBA_of_first_error
# 6 Extended offline Completed: read failure 30% 21888 132967484
Beim Selbsttest ist also ein Lesefehler im Sektor Nr. 132967484 aufgetreten und der Test wurde darauf hin abgebrochen ohne die restlichen 30% zu untersuchen.

Die Liste der Attribute, erstellt durch smartctl -A /dev/sda weist einen nicht korrigierbaren Fehler aus: 198 Offline_Uncorrectable 0x0010 100 100 000 Old_age Offline - 1. Guter Rat ist nicht teuer: http://smartmontools.sourceforge.net/badblockhowto.html. Der einzige Weg, den nicht lesbaren Sektor wieder los zu werden, führt über das Beschreiben des Sektors. Soll der Sektor beschrieben werden und ist dieses nicht möglich, so wird er als nicht beschreibbar gekennzeichnet und ein Ersatzsektor wird bereit gestellt. Am bequemsten geschieht das Schreiben durch: hdparm --yes-i-know-what-i-am-doing --write-sector 132967484 /dev/sda.

Sind auf diese Weise alle unkorrigierbaren Sektoren repariert worden läuft auch der S.M.A.R.T.-Test wieder vollständig zu Ende. Die wesentlichen Attribute sollten allerdings genauer beobachtet werden:
ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE
5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 100 100 036 Pre-fail Always - 31
197 Current_Pending_Sector 0x0012 100 100 000 Old_age Always - 0
198 Offline_Uncorrectable 0x0010 100 100 000 Old_age Offline - 0

Ein Werkzeug wie z.B. hdsentinel ist dabei behilflich.

Veröffentlicht unter Allgemein, Computer | Hinterlasse einen Kommentar

Kann es sein, dass …?

Läuft der Computer etwas länger, so wird er immer träger. Nach einiger Suche stellte sich heraus, dass es ganz einfach ist: http://bugs.kde.org/261180. Abhilfe schafft die Deinstallation von kpackagekit.

Veröffentlicht unter Allgemein, Computer | Hinterlasse einen Kommentar

Ist es möglich, dass …

Die Frage wurde mir Jahrzehnte lang gestellt und ich habe mit zunehmender Erfahrung immer öfter geanwortet: “Es ist fast alles möglich, also gucken wir es an.” openSUSE verwende ich von Anfang an, tatsächlich seit Version 4.3. Die erste Version war die Nummer 4.2; die wollte ich mir doch nicht antun.

Seit einiger Zeit bricht die automatische Aktualisierung von openSUSE 11.1 mit einer Fehlermeldung ab, also höchste Zeit, die neueste Version 11.4 zu installieren. Die DVD ist schnell herunter geladen, gebrannt und installiert. Dann wird die DSL-Verbindung zum Netzwerkprovider eingerichtet, die Installation aktualisiert und proprietäre Pakete werden nachinstalliert.

Nur dieses Mal brach die Installation von DSL mit einem Fehler ab und das Installationsprogramm ließ sich auch nicht überlisten, sondern teilte lakonisch mit, ohne das nicht gefundene Paket linux-atm-lib gäbe es keine Verbindung ins Internet.

Also blieb nicht anderes übrig, als den Computer mit 11.1 neu zu starten und im Netz nach dem Fehler zu suchen. Die Suche “opensuse 11.4 linux-atm-lib” führte sofort zum Ziel. Am praktikabelsten erwies sich der Ratschlag, das File /usr/share/YaST2/modules/DSL.ycp zu ändern, nämlich linux-atm-lib aus einer Zeile gegen Ende des Textes heraus zu streichen: aus return ["smpppd", "ppp", "pptp", "linux-atm-lib"]; wurde einfach return ["smpppd", "ppp", "pptp"]; Der neue Quelltext wurde mit ycpc -c DSL.ycp kompiliert und nach Eingabe der Benutzerdaten stand die Internetverbindung sofort zur Verfügung.

Die nächsten Schritte waren die Aktualisierung des Systems mit YAST/Online-Aktualiserung sowie die 1-Klick Installation der Multimediapakete von http://opensuse-community.org/Restricted_formats/11.4 Beide Schritte liefen ohne Probleme ab, dauern aber mittlerweile ähnlich lange wie die Installation des Basissystems von der DVD.

Jetzt stehen auf dem Rechner zwei funktionstüchtige Installationen zu Verfügung. Das macht natürlich neugierig auszuprobieren, ob denn die Aktualisierung von openSUSE 11.1 auf 11.4 tatsächlich funktioniert. Der Update dauert ziemlich lange und läuft ohne Fehlermeldung ab. Nur beim Neustart gibt es Probleme. Es tauchen einige Warnungen im Log auf und beim Übergang zur grafischen Oberfläche wird es fatal: Duplicate Entry in file kdmrc und X-Server died. Fazit: Auch nach vielen Jahren Entwicklungsarbeit geht es nicht ohne Backup-Installation des Betriebsystems.

Ist die alte Installation noch zu retten? Der entscheidende Hinweis findet sich in /var/log/Xorg.0.log: [ 14.674] (EE) FATAL: RadeonHD presently does not work with kernel modesetting (KMS). Please disable KMS in your kernel. Das ist Klartext und eine Suche nach “Kernel mode setting how to disable” ergibt, dass beim Booten der Kernelparameter “nomodeset” spezifiziert werden muss. So funktioniert auch die aktualisierte Installation wieder.

Veröffentlicht unter Allgemein, Computer | 2 Kommentare

Pilgerwanderung mit Querbeet

Die Wanderung führte von Gunzenhausen nach Nördlingen. Am Weg liegt Heidenheim am Hahnenkamm mit seinem Windpark von insgesamt zehn großen Windrädern. Die sind den größeren Teil der Strecke von ungefähr sechzig Kilometern deutlich zu sehen.

Wir haben dafür knapp zwei Tage gebraucht und so bot es sich an, ein kleines Gedankenexperiment zu machen: Die Kernkraftwerke in Bayern werden stillgelegt und dafür Windräder erbaut, die eine vergleichbare Strommenge im Jahresschnitt zu erzeugen vermögen. Das löst nicht alle Probleme mit den regenerativen Energien, zeigt aber auf, wo es ungefähr lang geht.

Die erforderlichen Daten stammen aus der Wikipedia: Die fünf Kernkraftwerke produzierten in 2009 knapp 50 Terawattstunden Strom. Alle Windkraftwerke in Deutschland zusammen, in 2009 immerhin 21.164 Stück produzierten nicht ganz  so viel, nämlich 38,6 TWh.

Wie viele sind das nun wirklich? Da hilft es zur Veranschaulichung die Windräder gleichmäßig über Bayerns Fläche zu verteilen. Auf 70.551 Quadratkilometer ergibt das ein Raster von ca 1,8 Kilometern, das heißt niemand hat weiter als einen Kilometer zu seiner nächsten Anlage.

Veröffentlicht unter Allgemein, Touren | 1 Kommentar

Starker Stoff vom Krötenstecher

Guter Mann, Sie haben Talent, nur keiner sagt’s Ihnen. Ich gehe gerne in der Mönau spazieren und Julia begleitet mich. Sie will rasch an Ihnen vorbei laufen, doch Sie lassen das nicht zu sondern beginnen Ihre Show. Sie fangen an zu brüllen:

Nehmen Sie sofort ihren Scheiss Köter an die Leine, sonst zeige ich Sie an.

Ich bin verblüfft und sage vorerst nichts, sondern bin gespannt, was da noch alles kommt. Sie steigern sich in Ekstase und ich versuche ein paar Sätze zu sagen. Sie machen weiter:

Ich weiss genau, wo Sie wohnen und ich zeig Sie an …

Ich sage nicht viel während Sie ihren Auftritt genießen. Endlich verabschieden Sie sich:

Ich kriege Sie, Sie Arschloch!

Ich rufe Ihnen lautstark nach:

Ich glaub ich hör nicht recht.

Guter Mann, ich habe keine Ahnung, wer Sie sind, Sie sind mir vor einigen Wochen zum ersten Mal begegnet, denken Sie mal drüber nach!

Veröffentlicht unter BS | 1 Kommentar

Klimawandel

Das Thema ist aus der wissenschaftlichen Perspektive betrachtet abgehakt. Diese Tatsache wird aber durch rasant wachsende Desinformation verschleiert. Ich traute meinen Augen nicht, als bei der Achse des Guten auf Rüpeleien unter Klimaforschern hingewiesen wurde. Schon beim diagonalen Lesen schien mir der Artikel fragwürdig. Die Diskussion darüber war sehr lehrreich.

Stefan Rahmstorf hat den Artikel von Axel Bojanowski  analysiert. Mittlerweile wurde der Wegman-Bericht genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis überrascht mich nicht.

Veröffentlicht unter Allgemein, BS, Klimawandel | 1 Kommentar

BS

Die Abkürzung steht für alles Mögliche, aber ich brauche hier nicht näher ausführen worum es geht. Schließlich gibt es schöne Beispiele:

 

Veröffentlicht unter Allgemein, BS | Hinterlasse einen Kommentar