Entwicklung der Hardware meines PC

Januar 1991

Meinen ersten PC kaufe ich bei der Firma Escom:

  • Prozessor: Intel 80386 33 MHz
  • Speicher: 4 MB RAM
  • Festplatte: Conner CP3104, 104 MB
  • Koprozessor: Cyrix 387DX-33

Der Rechner funktioniert einwandfrei, aber erst als ich den Koprozessor für teures Geld nachrüste macht es Spaß mit ihm zu arbeiten. Nach dem ich ihn fort gebe ist er noch bis 2003 im Einsatz.

Februar 1995

Den PC kaufte ich bei der Udo Knechtel EDV-Beratung:

  • Hauptplatine: Asus P54SP4, PCI, SIS Chipsatz
  • Prozessor: P54C-Pentium 90 MHz
  • Speicher: 16 MB SIMM PS/2 70ns
  • Festplatte Quantum Fireball 540 MB an AHA2940 EZ-SCSI
  • Videokarte: V7 Mirage 2MB PCI

Dieser Rechner hat nach mehreren Monaten Betrieb Probleme mit den Speicherbausteinen. Schon beim Einschalten bleibt er oft im Power-on Self-test stecken. Ist er endlich hochgefahren gibt es im Betrieb öfter einmal ein Signal 11. Ich reklamiere bei Knechtel, doch dieser lehnt es ab mir zu helfen. Besser ergeht es mir beim Pentium-FDIV-Bug. Knechtel erhält von Intel rasch Ersatz und baut mir den neuen Prozessor ein. Den Rechner habe ich verschenkt und der neue Besitzer hat ihn später wohl zum Sperrmüll gegeben.

November 1998

Den Rechner kaufte ich bei der Raphael Frasch GmbH.

  • Hauptplatine: GigaByte 686BX
  • Prozessor: Intel Pentium II 350 MHz
  • Speicher: 1 DIMM Modul 128MB SDRAM PC100, später aufgerüstet auf 256MB
  • Festplatten: IBM DORS-32160 2160MB, IBM DJNA-35030 20.3GB
  • Grafikkarte: Matrox Millenium G200 8MB

Der Rechner ist unverschämt laut, funktioniert aber problemlos. Ich gebe ihn weiter; er ersetzt den Rechner vom Januar 1991. Der neue Besitzer betreibt ihn mit Windows 98. Die eingebaute Platte versagt, ich baue eine schnelle, aber preisgünstige 80GB Platte ein. Als der Rechner  einen DSL-Anschluss bekommen soll, meint der freundliche Techniker der Telekom es sei nicht ganz klar, ob man das antike Gerät noch anschließen könne. Nach dem der Rechner hochgefahren und der Anschluss hergestellt ist, sagt er, einen so schnellen Rechner hätte er noch nie gesehen.

Januar 2003

Den vierten PC baue ich aus folgenden Komponenten selbst zusammen:

  • Hauptplatine: MSI 645E Max-U SIS645DX
  • Prozessor: Intel Celeron 2GHz
  • Speicher: DIMM Modul 256 MB DDR266-C2
  • Festplatten: 80GB Seagate, 200GB Samsung
  • Grafikkarte: Aus dem Vorgänger entnommen

Diesen Rechner habe ich inzwischen auf 1 GB Speicher aufgerüstet und verwende ihn noch immer. Auf ihm sind noch einige Festplatten-Partitionen seit 1991 bootfähig. Derzeit benutze ich openSUSE 13.1, das gemächlich, aber ohne Probleme läuft und alltagstauglich ist.

März 2009

Der fünfte PC basiert auf einem Bauvorschlag in c’t 2008, Heft 24 , den ich so umgesetzt habe:

  • Hauptplatine: GA-MA78G-DS3H
  • Prozessor: AMD Athlon X2 4850e (2x 2500 MHz)
  • Speicher: DIMM 4 GB DDR2-800 Kit (4096 MB)
  • Festplatte: Samsung HD103UJ 1 TB (1.000 GB), statt einer zweiten Festplatte benutze ich eine WD Elements (640GB) mit USB-Anschluss
  • Grafik: Onboard AMD 780G

Der Rechner begeistert mich. Er kostet nur wenig, ist blitzschnell und flüsterleise. Die Enttäuschung kommt nach einer Woche Dauerbetrieb. Als ich ihn wieder hochfahren will, werde ich nicht glücklich. Die obligaten zwei Wochen Rückgabefrist sind abgelaufen und mir bleibt nur der Weg des Umtausches. Nach langer Wartezeit und mehreren Anfragen erhalte ich ein neues Board, das gut funktioniert. Später entdecke ich doch noch eine Macke, mit der ich aber leben kann: Beim Anschluss der externen Festplatte muss ich darauf achten, erst den USB-Anschluss und dann den Stromanschluss herzustellen. Mache ich es umgekehrt so kommt es manchmal vor, dass der Rechner einen Kaltstart durchführt.

Februar 2014

Beim sechsten PC komme ich ganz ohne Anleitung aus. Die Komponenten wähle ich nach dem Preis/Leistungsverhältnis von PassMark Software, im Einzelnen:

Die Geschwindigkeit dieses PC ist gegenüber 2009 ungefähr vier mal höher, der Unterschied ist also mehr als fühlbar. Die Kosten aller Komponenten betragen einschließlich 24 Zoll Bildschirm, Maus und Tastatur 850 €.

Der Geschwindigkeitsvorteil der SSD ist erheblich, so dass ich nach einem Jahr die Kingston SSDNow V300 durch eine Samsung SSD 840 EVO 250GB ersetzt und später durch eine Samsung SSD 850 EVO 250GB ergänzt habe.

Über Karl

Ich bin Physiker im Ruhestand
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