Rund um die Aferer Geiseln

Vom Halsl (1866m) über die Peitlerscharte (2357m) zur Schlüterhütte (2301m)  und hinunter zur Gampen-Alm (2062m)  ist es auf dem Höhenweg Nr. 8 gerade eine Halbtagestour. So planten wir eine Umrundung der Aferer Geiseln an der Westseite  auf dem  Günther-Messner-Steig und dem Oberen Herrnsteig.

Bei freundlichem, aber etwas frischem Wetter starteten wir gegen halb neun an der Halslhütte und folgten erst der Würzjochstrasse. Dann biegt der Höhenweg in das Tal des Schartenbaches ab. Im unteren Teil war der Weg bereits ausgeapert und gut begehbar.


Mit dem zunehmend steilerem Gelände hatte er ziemlich stark unter dem vergangenem Winter gelitten und in der Höhe lag noch ziemlich viel Schnee, so dass das Weitergehen ziemlich mühsam wurde, lange bevor die Abzweigung des Günther-Messner-Steigs erreicht war.  Wir entschlossen uns daher, einen weglosen, aber gut gangbaren Rücken anzusteigen, der laut Karte vom Günther-Messner-Steig überquert wird.

Wie so oft bei Karten mit kleinem Maßstab war der Anstieg wesentlich länger  als vermutet. Zudem wurde das Gelände so steil, dass es fraglich war, ob in der noch mit ziemlich viel Schnee bedeckten Nordflanke der Geiseln ein gefahrloser Weiterweg möglich sein würde.

Die Spannung stieg, denn erst am Fuß der Felswände stießen wir auf den Günther-Messner-Steig. Die Schneefelder waren noch unverspurt, aber mit etwas Vorsicht gut zu passieren. In der Folge fiel der Weg wieder etwas ab und führte durch tiefer gelegenes, einfacheres Gelände, so dass wir endlich zügig vorwärts kamen. Gegen halb eins waren wir wieder an der Würzjochstrasse, aber dieses Mal am westlichen Ende der Aferer Geiseln.

Nach einer kurzen Strecke auf dieser Straße zweigt der Steig ab in die Flanken der Geiseln. Hier und gegen zwei Uhr legten wir jeweils eine längere Rast ein.

Um halb drei wurde der Blick auf die Villnösser Geislerspitzen frei. Das Wetter blieb zwar heiter und trocken, dafür wehte in der Höhe ein starker und unangenehm kalter Wind.

So mußten wir gegen drei Uhr nicht lange überlegen, als wir an der Verzweigung von Günther-Messner-Steig und Oberem Herrnsteig standen.

Der Obere Herrnsteig führte durch schroffes Gelände langsam bergab und in die windgeschütze Südflanke der Aferer Geiseln.

Am Ende des Villnösser Tales waren bereits die hellgrünen Wiesen der Gampen-Alm und  die Schlüterhütte zu erkennen. Allerdings führte der Herrensteig zuerst tief in das Tal hinab, bis  er endlich wieder zur Alm anstieg. Dort trafen wir gegen fünf Uhr ein.

Der erste Tag mit den ungewohnt schweren Rucksäcken war wegen des schwierigen Abschnittes am Morgen ziemlich anstrengend gewesen und alle ruhten sich vor dem Abendessen gegen sieben Uhr erst einmal aus.  Nach einem langen Abendessen stieg Karl gegen neun Uhr zur Schlüterhütte auf, die tatsächlich noch fest verschlossen war. Mit Einbruch der Nacht war er wieder zurück an der Gampen-Alm.

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Über Karl

Ich bin Physiker im Ruhestand
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